Ausgewählte Referenzbeispiele
Vorfelderkundung im Steinsalzbergbau

Durchführung von Bohrlochradar-Messungen
in einer langen, horizontalen Erkundungsbohrung

Interpretiertes Radargramm einer Bohrlochradar-Reflexionsmessung zur geologischen Liegend- und Hangenderkundung im Salinar
Für den sicheren und effektiven Abbau des Steinsalzes muss die Lage der Tonlösen - sehr dünne Tonschichten von nur wenigen Millimetern Stärke - im Hangenden bekannt sein. Im Liegenden ist die Entfernung zur Oberkante des Werra-Anhydrits entscheidend. Die Erkundung von neuen Abbaufeldern erfolgt über horizontale Bohrungen bis zu 600 m Länge aus bereits aufgefahrenen Streckensystemen.
Firsterkundung im Steinsalzbergbau

Durchführung der Firstradar-Messungen mit der 1 GHz-Antenne, die auf einem Teleskop montiert ist |

Messfahrzeug bei der Erkundung von
Gesteinsablösungen in der Firste
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Radargramm mit Interpretation der Ergebnisse einer Firstradar-Messung
Firstradar-Messungen werden durchgeführt, um die Sicherheit für Personal und Technik zu erhöhen. Sind Gesteinsablösungen außerhalb der Ankerreichweite nachzuweisen, werden geeignete Maßnahmen ergriffen, wie z. B. das Setzen von längeren Ankern oder die Beraubung der Firste.
Karsterkundung im Kalksteinbruch

Großräumiger Karst in einem stillgelegten Kalksteinbruch |

Bohrlochradar-Tomographie in einem Kalksteinbruch
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Ergebnisdarstellung einer elektromagnetischen Durchstrahlungs-
und Tomographie-Messung
Mittels Durchstrahlungs- und Tomographie-Messungen ist in dem auslaugungsgefährdeten Kalkstein der Nachweis von Hohlräumen und Verkarstungszonen möglich. Dadurch kann der Kalksteinabbau optimiert und die Sicherheit für Personal und Technik erhöht werden.
Klufterkundung

Durchführung einer Radar-Reflexionsmessung
in einem vertikalen Bohrloch

Ergebnisse der Klufterkundung mittels Radar-Reflexionsmessung
Für die Standortsuche eines perspektivischen Endlagers für radioaktive Abfälle sind Erkundungsbohrungen im Granit geteuft worden. Ausgehend von diesen Bohrungen sollte das Kluftsystem untersucht werden. Für diese Aufgabenstellung sind Radar-Reflexionsmessungen und Radar-Tomographie-Messungen prädestiniert. Wie anhand der Ergebnisse der Radar-Reflexionsmessungen ersichtlich ist, können einzelne Klüfte bis zu 100 m Entfernung nachgewiesen werden. Außerdem lässt sich das Einfallen der Klüfte bestimmen.
Karsterkundung an einer Eisenbahnstrecke

Ergebnisse der Karsterkundung mittels Bohrlochradar-Tomographie
In der Nähe einer Eisenbahnstrecke war plötzlich ein Einsturztrichter in karstgefährdetem Gestein entstanden. Dieser Einsturztrichter lag auf einer vermuteten Störungszone, die etwa senkrecht zur Eisenbahnlinie streicht. Um die Situation im Untergrund unmittelbar neben der Eisenbahnlinie zu erkunden, wurden Bohrungen geteuft, zwischen denen tomographische Messungen erfolgten. Die Ergebnisse zeigen deutlich einen Bereich mit extrem starker Verkarstung sowie einen Bereich mit Hochbrüchen, während der oberflächennahe Bereich noch intakt ist. Letzteres spiegelt sich in den ungestörten, horizontalen Strukturen im Tomogramm wider.
Unter Nutzung der geophysikalischen Ergebnisse wurden nachfolgend Bohrungen in den verkarsteten Bereich geteuft. Mehrere Tonnen flüssiger Beton wurden in die Verkarstungszone zur Stabilisierung der Oberfläche und des Eisenbahngleises injiziert. Mittels Wiederholungsmessungen nach der Injektion lässt sich sowohl mit Bohrlochradar-Tomographie als auch bohrlochseismischer Tomographie der Injektionserfolg überprüfen.
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